Er kommt ursprünglich aus Berlin und wurde gespielt von einem 90jährigen Tanzmucker im Bierrestaurant “ Bei Heinz & Uschi ” auf der Hasenheide, Ecke Kreuzberg und Schöneberg. Das Loch in der Frontbespannung stammt vom tieffliegenden Bierglas eines Stammgastes, der im falschen Moment “Hell’s Bells “ hören wollte...
Was ist besser als ein Vox? Richtig, zwei Vöxxe. Hier der erste, er ist der Chef- Vox AC 30. Ein 70er Jahre Gerät, wahrscheinlich britischer Fertigung, mit italienischem Netzteil. Wassen dassen für Lautsprecher sind, weiss ich nicht, in jedem Fall aber die besten der Welt, genau wie der Amp.
Der zweite im Bunde ist ein JMI- Product, amerikanische Fertigung, leider nicht mehr mit dem originalen 110- V- Netzteil, sondern von süddeutschen Prutschern mit einem 230er versehen. Er ist wohl was älter als sein Kollege, aber klingt auch nicht so gut. Das mag vielleicht an den hochgerühmten Silver Bulldogs liegen, vielleicht auch an seiner bewegten Geschichte.
Danach landete er im Keller eines Mehrfamilienhauses am Prenzlauer Berg und gelangte mit Hilfe von e-bay und der Wende (was ja fast das gleiche ist) in’s Ruhrgebeat, wo er nun vor sich hin röhrt. Nachdem, wie oben erwähnt, der Ruby- Tubes- Müll angefangen hat, zu brennen, sind wieder die guten alten No- Name- Billig- aus- Russland- Röhren drin, die eh besser klingen, aber schlechter brennen.
Nach kurzer Zeit brüllte er wieder wie neu und konnte nur durch den Kauf von einem Mesa- Rectifier- Top und 12 Marshall- Boxen ersetzt werden. Nach dem Gewinn eines lokalen Band- Wettbewerbes musste er zur Zahlung der Backstage- Getränke versetzt werden und gelangte über Umwege (davon handelt die nächste Geschichte) ins Schwabenland. Dort kaufte ich ihn von einem Stuttgarter Hobby- Musiker, der so ungefähr 12,2bis3 Millionen Euro dafür haben wollte, sich aber mit den Nullen vertan hat. Bei größeren Gigs ist er seitdem dabei
Er fristete sein Dasein in den USA bei den Urenkeln irischer Einwanderer und musste viele Jahre Irish Folk über sich ergehen lassen, was seine Pappen ziemlich zermürbte. Doch nachdem sich der Sohn des Bruders des UrUrenkels von seinem italienischen Barbier zur Mitarbeit in seiner Pizzeria “Da Guiseppe” und Einstieg in die Heavy- Metallos- Kapelle “Habemus Papas Revenge” überreden ließ, besserte sich die Lage.